Craniosacrale Osteopathie — Wirkungsweise

Das zentrale Nervensystem mit Gehirn und Rückenmark liegt eingebettet in den knöchernen Strukturen von Schädel (Cranium) und Wirbelsäule, und den Hirn- und Rückenmarkshäuten. Diese Strukturen enden am Kreuzbein (Sacrum) bzw. kurz davor. Umspült und geschützt werden sie von einer klaren Flüssigkeit (Liquor). Der Liquor wird durch das Blut gespeist und ständig im Gehirn produziert und resorbiert. Die dabei enstehende Liquorpulswelle ist der dritte (besser: erste) Lebensrhythmus (Craniosacraler Rhythmus), neben Puls und Atmung, in unserem Körper.

Der Craniosacrale Rhythmus hat in der Regel eine Frequenz von 6-12 Zyklen pro Minute, ist also deutlich langsamer als der Puls und etwas langsamer als die Atmung. Im Gegensatz zu Puls und Atmung bleibt dieser Lebensrhythmus auch in Stresssituationen unverändert.

Das Craniosacralsystem ist verbunden mit unserem Nerven-, Muskelskelett-, Gefäß-, Lymph-, Endokrinem- und Respirationssystem. Daher führt der Ausgleich von strukturellen und funktionellen Störungen in diesem System zur Stärkung der Selbstregulation und damit Linderung und Heilung auf all diesen Ebenen. Insbesondere lassen sich sehr gute Erfolge bei folgenden Beschwerdebildern erzielen.

Beschwerdebilder:

  • Schmerzzustände im Muskel- und Skelettbereich (durch Verletzung, Verspannung, Verhaltung)
  • funktionelle Schmerzen
  • Burn-Out Syndrom, depressive Verstimmung, Angst, Stress, Erschöpfung
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Hyperkinetische Störungen
  • Migräne (hormonell, funktional)
  • Magen-/Darmstörungen
  • funktionelle Herzbeschwerden
  • Immunschwäche und hormonelle Störungen
  • chronisch entzündliche Prozesse
  • Störungen des zentralen Nervensystems (u.a. Parkinson-Syndrom, Demenzen, Schlaganfall)